Landeskongress shareBW: Auch kleine Firmen können sich den Fuhrpark teilen

Pressemitteilung - Badische Neueste Nachrichten | 04.07.2018

Hier kommt zusammen, was zusammengehört, im weitesten Sinne zumindest: Vor einem halben Jahr bezog das Karlsruher Unternehmen raumobil GmbH neue Räumlichkeiten im Erdgeschoss eines 20er-Jahre-Blocks. Das Unternehmen will anderen Firmen mit der Mobilität helfen.

Eine Hälfte der Räume nutzte zuvor ein Restaurationsbetrieb, die andere eine Fahrschule. Geschäftszweck von raumobil ist die Entwicklung digitaler Produkte im Mobilitätsumfeld. Es geht also auch um das Fahren. Konzentrierte Kreativität liegt in der Luft. Beste Voraussetzungen also, um für die Kunden des Unternehmens Digitalisierungsprozesse zu initiieren, sie zu beraten und zu betreuen. Ein weiterer wichtiger Baustein von raumobil ist aber auch Forschungsarbeit rund um das Thema Mobilität. raumobil ging mit seiner Online-Plattform Local Zero als Titelträger des shareBW-Wettbewerbs in der Kategorie „Mobility“ hervor.

Gründung war bereits 2006

„Die raumobil GmbH haben wir 2006 in Karlsruhe als eines der ersten Internet-Start-ups der Share Economy für Green Internet Solutions, nachhaltige Mobilität und Ressourcenteilung gegründet“, erzählt Geschäftsführer Michael Böttger. Die Ursprungsidee war: Wie transportiere ich größere Güter an einen anderen Ort? „Man könnte von einer Mitfahrgelegenheit für Dinge sprechen“, lacht der für die Produktentwicklung und Personal zuständige Böttger. Noch heute ist er darauf stolz, das erste Share-Portal in Deutschland gegründet zu haben. „Unser Problem war damals nur, dass wir uns zu breit aufgestellt hatten. Wir wollten dann auch Mitfahrgelegenheiten, Lagerräume und Wohnraum anbieten – also alles, was man teilen kann.“

„Wir hatten zu wenige Angebote auf unserer Plattform“

Das lehrreiche Ergebnis war: „Wir hatten zu wenige Angebote auf unserer Plattform.“ Heute bietet raumobil seinen Kunden unter anderem Mobilitätsmanagementplattformen, CO²-Rechner sowie Lösungen und Apps im Bereich der nachhaltigen Mobilität an. Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens ist dabei das Kernprodukt Green Mobility – ein Tool, das im Internet eine CO²-freundliche Anreise zu Großveranstaltungen, Messen und Firmensitzen, aber auch für Städte und Gemeinden vorschlägt.

Heimspiel auf „Das Fest“ in Karlsruhe

Prominente Beispiele: Die großen Musikfestivals Rock am Ring und Wacken. „Und als Heimspiel demnächst auch DAS FEST in Karlsruhe, das unser Tool auf seiner Webseite einbinden wird“, freut sich Böttger. Die Forschungen von raumobil drehen sich um Fragen wie etwa: Wohin entwickelt sich die Mobilität? Wie werden die Städte sauber? Wie bewege ich mich innerstädtisch klimaneutral? Die Idee zu der jetzt prämierten Plattform Local Zero ist vor rund einem Jahr aus dem Forschungsprojekt „Bewertung integrierter Elektromobilität (BiE)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entstanden. „Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man den Menschen den Zugang zur E-Mobilität erleichtern kann“, erklärt Böttger. „Das kann durch eine optimale Fuhrparkauslastung von Unternehmen geschehen.“

Online-Plattform „Local Zero“

Zur bestmöglichen Organisation eines Fuhrparks, der auch Elektroautos und Pedelecs bereithält, entwickelte raumobil die Online-Plattform Local Zero. „Mit diesem Tool können wir besonders auch kleineren und mittelgroßen Unternehmen eine individuelle und schnell realisierbare Sharing- Möglichkeit für kleinräumige Zusammenschlüsse anbieten. Die Kosten werden fair geteilt.“

Derzeit läuft ein Pilotprojekt in Bruchsal mit einem Elektroauto und drei Pedelecs. raumobil sucht indessen noch weitere Piloten zu Testzwecken. „Kleine, neugierige mittelständische Unternehmen sind uns ebenso willkommen wie aufgeschlossene, größere Unternehmen“, sagt Michael Böttger. Mit dem Fördergeld will die raumobil GmbH die Plattform Local Zero künftig weiter optimieren. Nähere Informationen im Internet unter www.raumobil.comVon Matthias Schöffl

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